IG BCE Leverkusen

Digitalisierung ist große Herausforderung

65 Delegierte folgten der Einladung zur Bezirksdelegiertenkonferenz des Bezirks Leverkusen. Für die ausgeschiedenen Mitglieder des Bezirksvorstandes Martina Asaninas (ara shoes), Roswitha Süßelbeck (Bayer) und Dieter Seidel (Covestro) wurden Michael Gilde (Covestro), Claudia Schade (Bayer) und Sandra Sänger (ara shoes) einstimmig nachgewählt. Im Anschluss folgte die Funktionärskonferenz mit einer Podiumsdiskussion zu den Themen Digitalisierung, Infrastruktur- und Industriepolitik.

Jens Scheumer

BDK Leverkusen 2019 von links: Christoph Dammermann, Heike Hausfeld, Lars Friedrich, Francesco Grioli, Uwe Richrath und Frank Werth.

Auf dem Podium saßen: Heike Hausfeld (Vorsitzende Bezirksvorstand und Vorsitzende Betriebsrat Bayer Leverkusen), Francesco Grioli (Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes der IG BCE), Christoph Dammermann (Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW), Uwe Richrath (Oberbürgermeister Leverkusen) und Lars Friedrich (Leiter Chempark Currenta). Gut eineinhalb Stunden diskutierten sie über die Folgen der Digitalisierung für Unternhemen, Kommunen und die Beschäftigten in den Betrieben, sowie die Akzeptans von Industriepolitik in der Gesellschaft und dafür notwendige Infrastrukturmaßnahmen. Moderiert wurde die Diskussion von Frank Werth (Bezirksleiter IG BCE Leverkusen).

"Wir brauchen bei der Digitalisierung einen Weiterbildungsanspruch der Beschäftigten. Das müssen wir mit den Unternehmen gemeinsam organisieren und die Betriebsräte brauchen hier mehr Mitbestimmung", machte Francesco Grioli deutlich, welche Bedeutung das Thema aus Sicht der IG BCE hat.  Auch Christoph Dammermann stellte die Bedeutung der Digitalisierung heraus: "Ich habe die Sorge, dass die Digitaliserung die Wertschöpfung nach China und Indien verlagert." Mit Investitionen und Engagement könne dies verhindert werden. Für Heike Hausfeld keine neue Erkenntnis: "Wir überlegen schon länger mit dem Unternehmen welche Herausforderungen die Digitalisierung für die Beschäftigten mit sich bringt und wie wir dem begegnen. Das ist ein langer Prozess." In eine ähnliche Kerbe schlug Lars Friedrich: "Wir müssen uns um die Menschen kümmern, deren Arbeitsplätze durch die Digitalisierung wegfallen." Uwe Richrath stellte grundsätzlich fest: "Wir müssen bei der Bildung in den Schulen zur Digitalisierung schneller werden." Einig waren sich alle fünf, dass die Digitalisierung eine große Herausforderung für die Industrie und die Gesellschaft darstellt, die nur im gemeinsamen Zusammenwirken gemeistert werden kann.

Nach der Podiumsdiskussion nutzen Delegierte, Gäste und Diskutanten bei einem kleinen Empfang die Gelegenheit zum Austausch über die Themen des Abends. Das Rahmenprogramm übernahm die musikalische Kabarettgruppe "Weibsbilder", die auf bekannte Melodien politische und gesellschaftskritische Texte sang.

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Abend. Wir hatten gute Diskussionen und ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen der Zukunft", fasste Frank Werth die Veranstaltungen zusammen.

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